Puntarelle

Identitätskarte

Name: Puntarelle

Produkt: Chicoréesalat

Anbaugebiet: vorwiegend Mittel- und Süditalien

Verzehr: roh oder gekocht

Kreativer Chicorée

Es ist nicht leicht, einige Tage in Rom zu verbringen, ohne die Puntarelle zu kosten, eine Gemüsesorte, die sich für unzählige Zubereitungsarten eignet, welche alle zweifellos probierenswert sind.

Sie sind in den verschiedenen Regionen Italiens unter verschiedenen Namen bekannt und werden häufig einfach "cicoria" (Chicorée) genannt, während der Name "Puntarelle" aus Mittel- und Süditalien stammt und ihnen wahrscheinlich aufgrund ihrer langen, gerippten und sehr spitz zulaufenden Blätter verliehen wurde.

Für ihre Zubereitung muss man den äußeren Teil des Salatkopfs und die zähsten und fasrigsten Blätter entfernen. Für wahre Feinschmecker und Liebhaber der römischen Traditionen, ist ein Salat mit Sardellen das Rezept schlechthin. Hierfür schneidet man die Puntarelle zu und legt sie etwa zehn Minuten in kaltes Wasser. In der Zwischenzeit nimmt man einige perfekt entgrätete Sardellen und zerstößt sie im Mörser mit Knoblauch, Öl, Pfeffer und wenigen Tropfen Essig. Man lässt das Ganze etwa eine Stunde ruhen und gibt es dann zu den Puntarelle, die vorhergehend aus dem Wasser genommen und abgetrocknet wurden, wie man auch normalerweise mit allen anderen Salatsorten macht. Wenn man nur wenig Zeit zur Verfügung hat, kann man die Blätter einfach in Stücke schneiden, aber für ein optimales Resultat sollte man mit einem gut geschliffenen Messer von jedem einzelnen Blatt den zentralen Stiel wegschneiden und nur den äußeren, zartesten Teil des Blatts verwenden. Puntarelle sind ebenso gekocht hervorragend, wie z. B. auch Mangold oder Spinat, und können, noch lauwarm, mit ein wenig Öl und Zitrone genossen werden.

Liebhaber von süß-sauren Geschmäckern können dem Gemüse schlicht einige Pinienkerne und ein wenig Rosinen hinzufügen (die vorhergehend in warmem Wasser eingeweicht wurden), bevor man das Ganze in einer antihaftbeschichteten Pfanne mit ein wenig Butter anbrät.

Eine typische Spezialität aus Südlatium sind frittierte Puntarelle, während sie in Kampanien häufig für herzhafte Torten mit Ricotta verwendet werden. Und wer schließlich mit dem oben genannten Salat aus Sardellen und Puntarelle beginnen möchte, dem empfehlen wir hierzu einen der großartigen Weißweine der römischen Hügel, wie z. B. einen guten Frascati.

Alle typischen Spezialitäten sind in einem bestimmten kulturellen Umfeld entstanden, dessen kleine Geheimnisse es neu zu entdecken und zu bewahren gilt, wenn wir unsere Kenntnisse der italienischen Küche und ihrer Geschichte vertiefen wollen.

Mit Hilfe der menügeführten Suche können Sie ganz einfach aus den vorgegebenen Kategorien die Spezialitäten auswählen, die Sie am meisten interessieren.